Castel Selva
CASTEL SELVA LEVICO
Die heute noch übrig gebliebenen Ruinen werden der vergangenen Schönheit dieser Burg nicht gerecht, die zunächst der Fürstbischof Georg III. von Neydeck und später Bernhard Cles (16. Jahrhundert) zum edlen Wohnsitz wählten. Womöglich um mit den Verschönerungsarbeiten zu wetteifern, die in der nahen Burg von Pergine stattfanden, wo der Kaiser Maximilian I. zu Gast war, beschäftigte Cles in dieser Burg geschickte Steinhauer und fähige Künstler (Marcello Fogolino). Bekannt sind die Ställe, die außergewöhnliche Ausmaße haben (sie können bis zu 60 Pferde aufnehmen), die von Kachelöfen erwärmten Zimmer und Vorzimmer des Bischofs, die Wendeltreppe und der Brotofen. Die Burg war 1537 fertig, und 1545 wurden hier herausragende Persönlichkeiten des Hl. Konzils von Trient untergebracht. Ende des 18. Jahrhunderts geht es allmählich dem Verfall entgegen. So konnte und kann man noch heute wie durch ein Wunder an verschiedenen Häusern von Levico und Selva architektonische Einzelheiten und Steine wahrnehmen, die meist von der Burg stammen. In Bezug auf Ihren Ursprung ergeht man sich noch in Vermutungen. Die Thesen reichen vom Gemeinderefugium (hoher Turm mit Umgrenzung) zum langobardischen Bau, vom Allodialgut der Kirche von Trient zum Lehen der Herren von Caldonazzo (12. Jahrhundert). Und hier werden die Nachrichten zu Geschichte, die bis zu seiner vollkommenen Aufgabe mit dem Schicksal der Fürstbischöfe von Trient verbunden ist.
Informationen
Telefon: 0461.701291



